Begleitforschung und Evaluation

"Lesestart - Drei Meilensteine für das Lesen" wird während der gesamten Programmlaufzeit wissenschaftlich begleitet, um u. a. zu überprüfen, inwiefern die Eltern zu Hause mehr vorlesen und inwiefern sie ihre Kinder beim Lesenlernen unterstützen.

Evaluation der Lesestart-Programmphase III

Die dritte Lesestart-Phase, die nach den Sommerferien 2016 an allen Grundschulen (ebenso Förder-Grundschulen, Grundschulen in privater Trägerschaft und Waldorf-Grundschulen) startet, wird durch das Bielefelder Institut SOKO – in Kooperation mit dem Bielefelder Institut für frühkindliche Entwicklung, Diagnostik und Intervention e.V. – wissenschaftlich begleitet.

Evaluation der Lesestart-Programmphasen I und II

Die Berliner InterVal GmbH evaluiert im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung die Lesestart-Programmphasen I und II in Kooperation mit Prof. Dr. Christine Garbe (Institut für Deutsche Sprache und Literatur II, Universität Köln) und Dr. Claus Barkmann (AG Kinder- und Jugendpsychiatrische Epidemiologie und Evaluation, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf) durch.

Erste Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleituntersuchung zeigen:

Fast alle Eltern, die die Lesestart-Sets beim Kinder- und Jugendarzt erhalten, beschäftigen sich mit den Materialien, zwei Drittel davon sehr intensiv. 62 Prozent der Eltern greifen Tipps auf und erhöhen z. B. ihr Vorlesepensum im Alltag. Ein Viertel der Eltern mit einjährigen Kindern bemerkt positive Veränderungen in ihren Einstellungen zum Thema und in ihrem Vorleseverhalten.
Auch auf die Bibliotheksarbeit wirkt sich das Lesestart-Programm positiv aus: Durch Lesestart haben die Bibliotheken ihr Veranstaltungsangebot um 36 Prozent pro Monat gesteigert. 72 Prozent der Bibliotheken haben neue Bücher und Medien für die Lesestart-Zielgruppe angeschafft. Motiviert durch die Möglichkeiten, die das Programm den Bibliotheken eröffnet, wollen sich 86 Prozent von ihnen auch weiterhin beteiligen.