Begleitforschung und Evaluation

Um festzustellen, ob „Lesestart - Drei Meilensteine für das Lesen“ ein Programm ist, das maßgeblich das Vorlese-Klima im Elternhaus stärkt und Kinder auch in ihrer sprachlichen Entwicklung fördert, wird die Initiative wissenschaftlich begleitet.

Evaluation der Lesestart-Programmphasen I und II

Die Berliner InterVal GmbH evaluiert im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung die Lesestart-Programmphasen I und II in Kooperation mit Prof. Dr. Christine Garbe (Institut für Deutsche Sprache und Literatur II, Universität Köln) und Dr. Claus Barkmann (AG Kinder- und Jugendpsychiatrische Epidemiologie und Evaluation, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf) durch.

Erste Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleituntersuchung zeigen:

Fast alle Eltern, die die Lesestart-Sets beim Kinder- und Jugendarzt erhalten, beschäftigen sich mit den Materialien, zwei Drittel davon sehr intensiv. 62 Prozent der Eltern greifen Tipps auf und erhöhen z.B. ihr Vorlesepensum im Alltag und ein Viertel der Eltern mit einjährigen Kindern bemerkt positive Veränderungen in ihren Einstellungen zum Thema und in ihrem Vorleseverhalten.
Auch auf die Bibliotheksarbeit wirkt sich das Lesestart-Programm positiv aus: Durch Lesestart haben die Bibliotheken ihr Veranstaltungsangebot um 36 Prozent pro Monat gesteigert. 72 Prozent der Bibliotheken haben neue Bücher und Medien für die Lesestart-Zielgruppe angeschafft. Motiviert durch die Möglichkeiten, die das Programm den Bibliotheken eröffnet, wollen sich 86 Prozent von ihnen auch weiterhin beteiligen. 

Evaluation der Lesestart-Programmphase III

Um den Erfolg und die Nachhaltigkeit des Lesestart-Programms zu überprüfen und seine Umsetzung fortlaufend zu optimieren, wird auch die dritte Phase wissenschaftlich begleitet. Das damit beauftragte Bielefelder Institut für frühkindliche Entwicklung, Diagnostik und Intervention e. V. wird gemeinsam mit der SOKO-Institut GmbH Bielefeld während der dreijährigen Programmlaufzeit Datenerhebungen durchführen.