FAQ für soziale Akteure

   

1. Fragen zum Programmablauf

„Lesestart 1–2–3“ ist ein bundesweites Programm zur frühen Sprach- und Leseförderung. Es wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert und von der Stiftung Lesen durchgeführt. Wenn Kinder von klein auf mit Vorlesen und Erzählen vertraut gemacht werden, ist das ein erster Schritt, um ihnen frühe Zugänge zu Bildung zu eröffnen.
Im Rahmen von „Lesestart 1–2–3“ erhalten Eltern drei Mal ein kostenfreies „Lesestart 1–2–3“-Set für ihre Kinder, wenn diese ein, zwei und drei Jahre alt sind. Ein Set besteht aus einer kleinen Stofftasche, einem altersgerechten Buch für die Kinder und Informationsmaterial für Eltern mit Alltagstipps zum Vorlesen und Erzählen.

Im Fokus stehen Familien mit Kleinkindern, in deren Familienalltag Vorlesen und Erzählen bislang keine große Rolle spielt.

Das Lesestart-Programm ist für eine Laufzeit von insgesamt acht Jahren (2019 – 2026) ausgelegt. In diesem Zeitraum können ca. 60 Prozent der Familien der drei Geburtenjahrgänge (2018/19, 2020/21 und 2022/23) Lesestart-Sets bei teilnehmenden Ärztinnen, Ärzten und Bibliotheken erhalten.

Die Programmjahre staffeln sich wie folgt:

1. Programmphase:

Lesestart 1 (2019/20) Ausgabe der Lesestart-Sets 1 über teilnehmende Ärztinnen und Ärzte

Lesestart 2 (2020/21) Ausgabe der Lesestart-Sets 2 über teilnehmende Ärztinnen und Ärzte

Lesestart 3 (2021/22) Ausgabe der Lesestart-Sets 3 über teilnehmende Bibliotheken

 

2. Programmphase:

Lesestart 1 (2021/22) Ausgabe der Lesestart-Sets 1 über teilnehmende Ärztinnen und Ärzte

Lesestart 2 (2022/23) Ausgabe der Lesestart-Sets 2 über teilnehmende Ärztinnen und Ärzte

Lesestart 3 (2023/24) Ausgabe der Lesestart-Sets 3 über teilnehmende Bibliotheken

 

3. Programmphase:

Lesestart 1 (2023/24) Ausgabe der Lesestart-Sets 1 über teilnehmende Ärztinnen und Ärzte

Lesestart 2 (2024/25) Ausgabe der Lesestart-Sets 2 über teilnehmende Ärztinnen und Ärzte

Lesestart 3 (2025/26) Ausgabe der Lesestart-Sets 3 über teilnehmende Bibliotheken

Lesestart 1 (2019/20): Seit November 2019 können Eltern mit einjährigen Kindern im Rahmen der U6-Vorsorgeuntersuchungen das Lesestart-Set 1 erhalten.

Lesestart 2 (2020/21): Ab November 2020 wird an Eltern, deren Kinder dann zwei Jahre alt sind, während der U7-Vorsorgeuntersuchung das Lesestart-Set 2 weitergegeben.

Lesestart 3 (2021/22): Ab November 2021 wird Eltern ein drittes Set für ihre dann dreijährigen Kinder in den Bibliotheken vor Ort überreicht.

Im Programmjahr 2021/22 startet zudem die zweite Programmphase von „Lesestart 1–2–3“ mit drei Jahren Laufzeit. Somit beginnt im November 2021 erneut die Ausgabe von Lesestart-Sets 1 über teilnehmende Ärztinnen und Ärzte. Siehe auch: Welche Laufzeit hat das Programm „Lesestart 1–2–3“?

In jedem Programmjahr können ca. 60 Prozent der Familien mit Kleinkindern ein Set bekommen.

Mit dem Lesestart-Set haben Eltern eine gute Möglichkeit, sich dem Thema Vorlesen im Alltag zu nähern. Das Bilderbuch und das mehrsprachige Informationsmaterial bieten dabei einen niedrigschwelligen Zugang zum Thema.

Frühe Leseförderung ist Teamwork!

Verschiedene Akteure der unterstützenden Familienarbeit können das Thema Vorlesen und Erzählen an Eltern herantragen. Durch Ihren Zugang und den vertrauensvollen Umgang mit den Familien, sind Sie eine wichtige Schnittstelle zwischen den Kinder- und Jugendarztpraxen/Bibliotheken und den Familien. 
Über Ihre Arbeit können erste (Vor-)Lese-Impulse gesetzt und Eltern für das Thema Sprach- und Leseförderung sensibilisiert werden. 

Egal ob Mitarbeitende der Jugendhilfe, in Familienzentren oder in Beratungsstellen, Familienhebammen, Stadtteilmütter und viele mehr – wir laden Sie alle herzlich ein, Teil des Lesestart-Netzwerks zu werden und so die frühe Leseförderung zu unterstützen.

Über eine Suchfunktion finden Sie alle am Programm teilnehmenden Ärztinnen und Ärzte, die einer Veröffentlichung auf der Lesestart-Webseite zugestimmt haben, im Praxis-Finder.

Hier geht es zum Lesestart-Praxis-Finder

Ja. Das Programm wird, im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, extern von der INTERVAL GmbH (Berlin) wissenschaftlich begleitet. Evaluationsergebnisse sollen in die fortlaufende Programmentwicklung und -anpassung einfließen.