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Nachgefragt bei ...

Udo Beckmann

 

Herr Beckmann ist Bundesvorsitzender des Verbands Bildung und Erziehung (VBE)

 

Die diesjährige Frühjahrstagung „Deutscher Lehrertag 2017“ steht unter dem Titel „Schule im Umbruch – Neue Ansätze und bewährte Methoden“. Was hat sich Ihrer Meinung nach in deutschen Schulen verändert, wo finden zurzeit „Umbrüche“ statt?

 

Die Veränderungen entstehen aus den stetig wachsenden Anforderungen an Schule und einem gleichzeitig diffusen Bild davon, was Schule eigentlich leisten soll.

Die Herausforderungen an Lehrkräfte, wie Inklusion, Integration und Digitalisierung, provozieren Umbrüche in der Pädagogik. Wo früher an die Tafel geschrieben wurde, hängt nun ein Smartboard, das es gilt, pädagogisch sinnvoll in den Unterricht einzubinden. Wo früher die Heterogenität in der Klasse noch nicht so stark ausgeprägt war, müssen nun neue Formen der Individualisierung erprobt werden – von der Lehrkraft und in der Zusammenarbeit mit multiprofessionellen Teams.

 

Inwiefern betreffen diese Veränderungen auch die Grundschulen?

All diese Veränderungen finden natürlich auch in Grundschulen statt. Zwar war die Grundschule schon immer die heterogenste Schulform, aber auch hier ist die individuelle Förderung aller Kinder entsprechend ihrer Fähigkeiten und Fertigkeiten aufgrund der steigenden Heterogenität und Diversität mit hohen Anforderungen an die Lehrkräfte verbunden. In diesem Rahmen muss die Digitalisierung im Ergebnis einen klaren Mehrwert für die Lehrerinnen und Lehrer haben. Zum Beispiel können so Aufgaben besser und schneller individualisiert werden.

Damit in den Schulen davon profitiert werden kann, braucht es natürlich die entsprechende Ausstattung und das angemessene pädagogische Konzept zum Einsatz digitaler Endgeräte, die in Fortbildungen vermittelt werden.

 

Welche Rolle spielen die Eltern bei der Leseförderung Ihrer Kinder?

Eltern sind, zusammen mit den Geschwisterkindern, die ersten Vorbilder für Kinder. Sie zeigen, leben vor und bringen bei. Spaß bei dem Ansehen von (Bilder-)Büchern und eine positive Verbindung von Büchern und elterlicher Nähe sind somit eine gute Basis für die Leseförderung. Damit spielen Eltern eine entscheidende Rolle bei der Leseförderung. Später ist dann auch Vorlesen ein wichtiger Baustein, um bei Kindern die Lust am Lesen zu wecken.

 

Halten Sie das Lesestart-Programm für eine geeignete Maßnahme, um Eltern dabei zu unterstützen?

Das Lesestart-Programm setzt genau an der richtigen Stelle an. Eltern, die bisher noch nicht so viel vorgelesen haben, erhalten hierdurch einen wichtigen Impuls dazu. Eltern, die sowieso schon viel vorlesen, erhalten ein neues Buch und können damit gut „dranbleiben“.

 

Kinder lieben es, vorgelesen zu bekommen. Lesen Sie denn selbst gerne vor? Wenn ja, wie sind Ihre Erfahrungen? 

Mein Sohn ist mittlerweile selbst Vater, meine eigenen Vorleseerfahrungen liegen also ein bisschen zurück. Ich freue mich aber schon darauf, meinem Enkelkind vorzulesen und gemeinsam in neue Welten abzutauchen.

 

Vielen Dank für das Interview!

 

 


Interview-Archiv

Hier finden Sie eine Auswahl von Lesestart-Interviews zum Download.

Nachgefragt bei Udo Beckmann
Nachgefragt bei Barbara Schleihagen
Nachgefragt bei Dr. Ina Nefzer
Nachgefragt bei Prof. Dr. Erika Brinkmann
Nachgefragt bei Dr. med. Ulrich Fegeler
Nachgefragt bei Dr. Aysun Aydemir
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